Dienstag, 8. Juli 2014

VOM TRÄUMEN, VON DER ZEIT UND VON KLEINEN ZEITSCHENKERN


Manchmal träume ich von einem Kleiderschrank, in welchem sich bunte Schätze verbergen und neue Trends lauern. Von leuchtenden Kleidern aus schimmernden, weichen Stoffen. Und dann schlurfe ich im Halbschlaf zu meinem Schrank um festzustellen, dass da irgendwie nichts Tolles mehr drin ist – zumindest nicht viel. Die Stoffe verschwimmen zu einem grau-beigen Farbkummer, der mir müde zulächelt. So als ob er mich provozieren will, weil er genau weiß, dass wir gleich einen großen Kampf ausfechten werden. Mit Tränen, Tobsucht und dem ganzen Zubehör.
Manchmal träume ich auch davon, auf einmal ganz viel Zeit zu haben. Zeit, die vom Himmel fällt und die ich ohne große Müh mit einem großen Korb auffange und nach Hause trage. Dann träume ich davon, wie ich mit der Zeit spazieren gehe, sie mit zu meinem Pferd nehme, mit ihr durch den Wald reite und sie danach mit zum Großstadtbummel nehme. Dort schlendern wir durch schicke Läden mit schicken Kleidern und schicken Schuhen. Die Zeit erlaubt es mir alles genauestens zu begutachten, Trends abzuwägen, zu überlegen, zu kaufen und mich zu freuen. 
Die Realität sieht allerdings anders aus. Der Kleiderschrankinhalt ist relativ ungefriedigend und Zeit so gut wie gar nicht vorhanden im alltäglichen Agenturarbeitsleben.
Zum Glück gibt es da die wunderbare Welt der Smartphones mit ihren fablhaften Apps. Bin ich ja sonst nicht gerade ein Fan von der immer technischer werdenden und somit oft anonymisierten Welt um uns herum – wobei natürlich alles auch seine guten Seiten hat – freue ich mich doch immer wieder über Apps, die einem ein bisschen mehr Zeit schenken. Die fällt dann eben nicht vom Himmel, sondern leuchtet einem in Form eines kleinen Handydisplays entgegen. Der Effekt ist jedoch der Gleiche.
Kürzlich das erste Mal getestet: Die Zalando App.


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