Mittwoch, 17. Oktober 2012

8 Tipps für langes und gesundes Haar

Haare wachsen lassen ist nicht für jeden einfach und es gibt dabei einiges zu beachten. Jeder weiß, dass Blondieren, Dauerwellen und zu heißes Föhnen Gift für jedes Haar ist -vor allem, wenn man feines oder brüchiges Haar hat. Doch beim längeren Auseinandersetzen mit diesem Thema habe ich noch einiges mehr erfahren und das möchte ich gerne jeder von euch mitteilen, die genauso splissanfälliges und empfindliches Haar hat wie ich :)

haare

8 Tipps für lange & gesunde Haare:

1. Auf Shampoos und Spülungen mit Silikon verzichten
Silikone legen sich bei der Haarwäsche um jedes einzelne Haar wie ein Schutzmantel. Dadurch erscheinen die Haare nach außen glatt, glänzend und sind leichter kämmbar - was zunächst ja sehr positiv erscheint. Betrachtet man das Ganze jedoch etwas näher, stellt man folgendes fest: Durch die Versiegelung des Haares kann das Haar nun auch nicht mehr mit der benötigten Feuchtigkeit versorgt werden. Als Folge dessen vertrocknet das Haar von innen heraus, vor allem wenn es schon zuvor angegriffen war. Haarschäden werden  'verklebt', jedoch nie repariert (das ist schlichtweg nicht möglich bei sowieso schon toten Haaren).
Und so erkennst du Silikone in Shampoos&co: Schau dir die Inhaltsstoffe (Ingredients) genauer an, denn die Endungen "-cone","-conol" oder "-siloxane" bezeichnen Silikone oder Silikonverbindungen. Je weiter vorn der Inhaltsstoff aufgeführt ist, desto höher ist auch sein Anteil im Produkt.
Auch wenn du bisher keinerlei Probleme mit silikonhaltigen Produkten hast, da dein Haar ohnehin gesund ist, gibt es einen weiteren, guten Grund auf Silikone zu verzichten: Silikon ist ein Kunststoff.
In der Natur ist es nur schwer bis gar nicht abbaubar und neigt dazu sich anzureichern. Dabei existieren natürliche Alternativen zu den synthetischen Filmbildnern. Pflanzliche Wachse wie Jojobaöl, Fette wie Kokos oder Babassu und auch eine Vielzahl an tollen Ölen wie Avocado-, Oliven- oder Mandelöl. Denn auch sie sind Filmbildner, allerdings lassen sie sich bei der nächsten Wäsche wieder auswaschen und bauen sich binnen weniger Wochen vollständig ab.

2. Regelmäßiges Spitzenschneiden
So einfach! Und trotzdem ist dieser Punkt ist der für mich schwierigste. 
Es ist wichtig sich regelmäßig von Splissenden zu trennen, da sie sich sonst weiter nach oben ins Haar arbeiten und der Längenzuwachs somit kein Gewinn wäre. Hast du gesunde, splissunanfällige Haare reicht es wohl aus, sich alle 3 Monate von den Spitzen zu trennen. Hast du aber sehr beanspruchtes Haar, dass sich schnell spaltet oder 'ausfranst' solltest du die Spitzen alle 4 Wochen schneiden lassen.

3. Haare schonend waschen
Shampoos enthalten waschaktive Substanzen, die Tenside. Auf ihnen beruht die eigentliche Reinigungswirkung. Als Tenside entfernen sie den haareigenen Fettfilm von Haar und Kopfhaut. Zwar ist das die gewünschte Eigenschaft, aber ist die Entfettung zu stark, hat das vor allem auf die Haare negative Auswirkungen. Die Haare laufen durch den Verlust der Fettschicht Gefahr auszutrocknen.
Außer der Wahl eines milden Shampoos ist es außerdem ratsam, seine Haare vor jeder Wäsche vorsichtig zu entwirren oder zu kämmen und beim einshampoonieren nicht zu sehr zu 'rubbeln'.
Viele klagen über einen fettigen Ansatz und trockene Spitzen. Hier ist es wichtig zu wissen, dass es ausreicht nur den Ansatz mit Shampoo zu waschen. Wenn man das Shampoo herauswäscht, reicht die herausfließende Menge aus, um die angegriffenen Längen und Spitzen zu reinigen. 
Shampoo niemals länger im Haar lassen, denn es trocknet die Haare aus!

4. Abstände zwischen den Haarwäschen vergrößern
Durch häufiges Waschen und das damit verbundene Aufquellen und Entfetten, können die Haare geschädigt werden (besonders dann, wenn sie ohnehin schon angegriffen sind).
Um die Belastungen durch die Haarwäsche gering zu halten, ist es sinnvoll auf größtmögliche Abstände zwischen den Haarwäschen zu achten. Ein- bis zweimal pro Wochen reichen aus. Zu Beginn ist die Umstellung auf größere Zeitintervalle schwer, da die Haare noch im selben Rhythmus nachfetten. Mit der Zeit stellt sich jedoch ein neues Gleichgewicht ein und die Kopfhaut passt sich an den neuen Rhythmus an. Allerdings gibt es auch Menschen, deren Haare nach langer 'Eingewöhnungszeit' immer noch schnell nachfetten. Sie sollten dann besonders milde Shampoos wählen, um die Haare durch die zusätzlichen Haarwäschen nicht weiter zu strapazieren. 
Oft bekommt man derartige Haut- und Haarprobleme mit einem Pillenwechsel (falls man denn die Pille nimmt) in den Griff.

5. Haare richtig kämmen
Auch die Wahl eines geeigneten Kammes ist wichtig bei dem schonenden Umgang mit dem Haar.
Am besten sind Kämme und Bürsten aus Naturmaterialien und Holz, die keine 'Pressnähte' oder scharfe Kanten haben, an denen das Haar brechen kann. Billigprodukte aus der Drogerie haben diese oftmals oder haben kleine Plastikköpfchen an den Enden der Borsten, an denen Haare leicht verheddern und infolgedessen brechen können. Eine Investition lohnt sich hier, da ein Kamm täglich mehrmals benutzt wird und ziemlich lange hält.
Beim Kämmen sollte man immer in den Spitzen beginnen! Fängt man dagegen am Ansatz an, schiebt sich das Gewirr immer weiter nach unten, bis man Mühe hat die Haare wieder zu entknoten (hierbei bricht das Haar natürlich ganz leicht wieder).

6. Haare trocknen
Nasse Haare sind durch die beim Waschen eingetretene Feuchtigkeit aufgequollen. Die Schuppenschicht liegt nicht mehr eng am Haarschaft an und das Haar ist besonders empfindlich. Solange viel Feuchtigkeit im Haar ist sollte aus diesem Grund gar nicht gebürstet werden und nur sehr vorsichtig mit einem grobzinkigen Kamm oder den Fingern gekämmt werden. Besser wäre es natürlich die Haare erst fast ganz trocknen zu lassen. Bei vielen Glatthaarigen ist das auch möglich. Menschen mit lockigem Haar hingegen, müssen oftmals ihre Haare im feuchten Zustand kämmen. Gerade in diesem Fall sollte aber mit größter Vorsicht gekämmt werden. 
Trocknet man das Haar mit dem Handtuch, ist es wichtig, dass man dies sehr behutsam tut und nicht drauf los robbelt. Denn nasses Haar bricht leichter als trockenes Haar!
Heiße Föhnluft trocknet das Haar aus. Am besten ist es das Haar lufttrocknen zu lassen, wer dazu aber nicht die nötige Zeit hat, kann sein Haar erst 12-15min. im Handtuch vortrocknen lassen und den Rest  mit dem Fön erledigen (wichtig: auf Kaltluft stellen!).

7. Haare zusammenbinden
Haare sind täglich vielen äußeren Belastungen ausgesetzt. Sie reiben an der Kleidung, werden unter dem Rucksack oder der Umhängetasche eingeklemmt und trocknen im Winter durch die trockene Heizungsluft aus. Bei einer bestimmten Länge hat man außerdem den Effekt, das die Spitzen immer wieder auf die Schultern 'fallen', wobei diese leicht brechen. Um dem entgegenzuwirken, sollte schädlichen Einflüssen so wenig Angriffsfläche wie möglich geboten werden. Deswegen ist es sinnvoll, lange Haare tagsüber und auch in der Nacht oft zu einem Zopf zu binden. Dabei sollte beachtet werden, dass die Stelle an dem das Haargummi sitzt öfters variiert wird. Sitzt das Gummi stets an derselben Stelle, kann es dort vermehrt zu Haarbruch kommen. Man sollte außerdem darauf achten, dass man Haargummis ohne Metall verwendet und Haarklammern mit möglichst wenigen scharfen Kanten etc.

8. Haare natürlich behandeln
Grob gesagt, kann man sich merken: Alles was unnatürlich ist, ist schlecht fürs Haar. Deshalb sollte man aus Folgendes weitestgehend verzichten:
- Dauerwellen
- Färben
- Föhn, Glätteisen, Lockenstab
- Toupieren

Ich hoffe ich konnte euch ein bisschen was Neues erzählen.
Fröhliches Haarewachsen euch :)

Kommentare:

  1. Das mit dem weniger waschen hört sich ja toll an, aber ich weiß nicht so ganz, ob ich das machen kann, wenn ich täglich im Job antreten soll und dabei nicht ganz wie ein ungewaschener Mensch aussehen will.
    Da wäre als Alternative gut, wenn man das Ganze im Urlaub/Ferien beginnt. Dann sieht es die Anfangszeit auch wenigstens niemand :)

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  2. gute tipps! den punkt mit den silikonen hab ich noch garnicht so gesehen,werd mich dann wohl mal nach silikonfreien shampoo umschauen:)
    sonst sehr schöner blog:))
    wenn du zeit+ lust hast schau doch auch mal bei uns vorbei,ich werde in nä#chster zeit auch was zum thema haarpflegeprodukte bloggen LG
    http://likebirdsiwannafly.blogspot.de/

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  3. sehr gute tipps, die auch wirklich funktionieren.
    ich habe früher nicht so gut auf meine haare geachtet und sie sind schnell abgebrochen und waren trocken.
    seit ca 2 jahren aber kümmere ich mich richtig gut darum und hab mal alles kaputte wegschneiden lassen und seitdem ist alles super :)

    liebe grüße.
    luisa.
    http://luisalichtbild.blogspot.com

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  4. Viele gute Tips! Die Sache mit den Silikonen sehe ich genauso wie du und bin deshalb schon vor drei Jahren auf silionfreie Pflegeprodukte umgestiegen. Anfangs war die Umgewöhnung schwer, da die Haare - trotz intensiver Pflege- sehr trocken und strohing wirkten, aber das lag wohl daran dass die ganzen bösen Silikone erstmal rausgewaschen werden mussten damit die neue Pflege auch tatsächlich ins Haar eindringt. Mittlerweile sind meine Haare sehr gesund und sehen viel frischer und lebendiger aus als vorher :-)

    liebe Grüße
    Mehrnaz
    http://www.shoplemonde.de

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  5. Sehr, sehr schöner Post!
    Bin gerade wegen deiner Mail drauf gestoßen ;)

    Bei der Gelegenheit wollte ich zum ersten Kommentar was sagen, ich weißzwar nicht ob sie es liebst..aber naja..^^^
    Probiers doch mal mit Trockenshampoo oder alternativ auch Babypuder. Beides nach dem einarbeiten gut ausbürsten. Das dürfte bei hellen Haaren kein Problem sein, bei Dunklen sehr gründlich ausbürsten.
    ODER auch Flechtfrisuren - die verstecken den Ansatz auch ganz gut, vorallem wenn du deine vorderen Haare nach hinten flechtest und Sie dann zum Zopf zusammen nimmst.
    Probiers einfach mal aus. ;)

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  6. Puuuh ich hätte mir jetzt gerne die vorherigen Kommentare durchgelesen, aber bei der Schrift ist das ja schier unmöglich...
    Ich hätte gerne gewusst, welches Shampoo Du denn benutzt?
    Glg Lisa

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