Montag, 19. April 2010

Z E I L E N W O R T E S P R A C H E G E D A N K E N .


"Kaputt. Ich mache mich kaputt, und ich weiß nicht, wie ich damit umgehen soll.
Neil hat gesagt, er habe es genossen, aber das war's auch. Er war betrunken, müde, keine Freundin, hatte lange kein Mädchen mehr gehabt. Das hat er gesagt.
Ich habe nachgebohrt, wollte irgendwas hören, ein klitzekleines Signal, dass ich nicht nur die Erstbeste neben ihm war.
Ich wusste selber nicht genau, was ich hören wollte, es ist ja nicht seine Schuld. Es hängt halt damit zusammen, dass meine Seelenlage in Sachen Männer zur Zeit nicht besonders stabil ist.
Ich wollte vielleicht nicht einsehen, dass schon wieder der Typ, den ich noch am anziehendsten von allen finde, mich nur als ... ja, als was eigentlich? Nett, hübsch, keine Braut, aber wenn niemand anderes da ist ... Tobias, Julian, Neil, eigentlich können sie mich alle ins Knie ficken."


" Ich wünsche mir nichts mehr, als dass es aufhört. Die weißen Wände starren mich an, es wird hell, erste Vögel zwitschern. Ich möchte meinen Körper von meinem Kopf lösen. Gleich geschafft, denke ich, aber es hört nicht auf.
Ich möchte nicht einsehen, dass mein Körper geschunden ist, dass sich mein Geschlecht gegen das wehrt, das ich gerade tue.
'Tut mir leid, ich kann nicht mehr', sage ich leise zu Lars.
Ich fühle mich verbraucht, aber das verschweige ich lieber. Mir ist kalt und unwohl, ich kenne dieses Gefühl nach dem Sex, es schreit nach Geborgenheit, nach Trost, nach Liebe vielleicht, aber woher soll Lars das wissen."

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