Dienstag, 30. März 2010

Ich liege in meiner Hängematte, Sonnenstrahlen kitzeln meine nackten Brüste, es ist das erste Mal dieses Jahr. Ich glaube der Frühling hat angefangen, vielleicht auch der Sommer, keine Ahnung. Ich trage meine neue RayBan und korallenfarbenen Nagellack, ich glaube mein Nachbar beobachtet mich. Egal. Manchmal würde ich mich gerne selbst sehen, von außen sozusagen, schade, dass man nur ein Mensch sein kann.
Schmetterlinge, Vögelgezwitscher, Bunte Blumen, Frühlingsgefühle, Lust auf Sex, naja eigentlich nicht mehr als sonst.
Verschwendete Gedanken an Gesternnacht. Gedanken an schweißnasse Menschenmassen vibrierend auf der Tanzfläche, rhythmische Bewegungen zu Elektrobeats. Szeneleute und viel Koks. Ich spüre feuchte lieblose Küsse in meinem Nacken, störende Küsse, die einfach dazugehören. Scheiß verdrehte Welt.
Mit einem Tuch wische ich sie weg, die Erinnerungen, die an meinem Körper kleben wie bappig süßer Honig.
Aber jetzt ist Frühling, es ist warm, ich liebe das Leben. Die Sonne scheint. Manchmal liebe ich sogar meine Füße, aber das ist schon ziemlich selten. Ungefähr zweimal im Jahr, um das ganze etwas genauer zu definieren. Aber jetzt liebe ich einfach nur das Leben.

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